  Zwei Spanische Geheimnisse
Nachdem sie zwei Bücher über die spanischen Besonderheiten geschrieben hat, --das eine von ihrer Freundin, der Fotographin Inge Morath illustriert, das andere von Brassaï, ist Dominique Aubier nun Don Quixote auf der Spur.
Doch zuerst: das Geheimnis des Stierkampfs.
Mit dem Vater des Stierkämpfers Luis Miguels Domingin und dem Matador El Gallo befreundet, erklärt die Autorin den altüberlieferten Mythos und beleuchtet dessen metaphysische Bedeutung. Das bewegende Porträt des legendären Matadors Manoletes, eines unvergeßlichen Artisten, der versucht hat, in seinem glitzernen Anzug die Aufrichtigkeit der Menschheit dem Biest gegenüber darzustellen.
Diese mystische Bedeutung der Tragödie bringt Pablo Picasso in seinem Gemälde Guernica zum Ausdruck: Dominique Aubier erklärt uns die Geheimnisse seiner Malerei in enger Beziehung zu der bildhaften metapherreichen spanischen Sprache.
Spanien ist eine Rose, heißt es im Sprichwort. Um diese Blume zu verstehen, muß man ihre Geheimnisse entschlüsseln, ihre Geschichte erforschen und dabei auf die Begegnung der Völker achten, die sie gestaltet haben. Die Präsenz des Hebräischen in Spanien seit der Verbannung von Babel, hat trotz der Barbarei der Inquisition tiefe Spuren hinterlassen. Nach der tragischen Vertreibung der Juden im Jahre 1492 konnte Spanien kulturell nur durch ein Buch überleben: Don Quichote.
Dominique Aubier deutet die Schriften Cervantes und erklärt, sein Werk sei die Summe der heiligen Erkenntnisse des Zohars (Sohar).
Die Schriftstellerin, die selber jahrelang in Spanien sesshaft war, bildet den Kopf der Initiative, die in den 1970er Jahren zur offiziellen Aufhebung der Ausweisungsdekreten führte, nachdem diese über Jahrhunderte hinweg gültig waren (von 1492 und 1609).
Der Komponist Ohanna bezeichnet dieses Buch als einen wertvollen schwarzen Diamanten.
Commander
|
|
|
|
|
|